Original by LEA, from the movie Paddington in Peru (2024)
Recorded in September 2026
Translate page
Перекласти сторінку
Traducir página
Tong:
Danke an die Naturkita Pusteblume. Ich kenne die Kitaleiterin und durfte diese Clips auf dem Gelände drehen. Das war toll!
:Die Kulisse ist sehr treffend, finde ich.
Tong:
Die Idee kam sehr spontan und die Licht- und Windverhältnisse zu diesem Zeitpunkt waren optimal. Ich hatte großes Glück.
:Ach, du hättest nicht noch mehr Sonne im Gesicht haben wollen? Du hättest damit eine Liedzeile perfekt illustriert.
Tong:
Eigentlich schon, aber dann hätte ich wohl auch sehr mit verkniffenen Augen zu kämpfen gehabt und hätte dann eine Sonnenbrille getragen. Ich bin froh, dass ich sie weglassen konnte, auch wenn ich irgendwo in einem Lifestylemagazin mal gelesen habe, dass man für eine maximale Außenwirkung nie auf eine Sonnenbrille verzichten sollte, sobald man im Freien ist und der Himmel mindestens zu 50 Prozent blau ist (lacht).
:Zu deiner Coverversion selbst – wir hatten dieses Thema ja gerade erst bei Lovers. An einem Punkt des Entstehungsprozesses entscheidest du dich, deine Coverversion entweder nah am Original-Arrangement zu halten, oder eben etwas weiter entfernt. Dieses Mal bist du ziemlich weit vom Original weg, soweit ich es beurteilen kann (lacht). Aber wir haben ja auch gelernt, dass der Verfremdungsgrad einer Coverversion nicht von Bedeutung ist.
Tong:
Richtig. Ich glaube, dass man hier noch von wahrer Freiheit sprechen kann, wie sie heutzutage nur noch selten zu finden ist. In diesem künstlerischen Rahmen ist einfach alles erlaubt. Es gibt weder Regeln noch Verbote und jede Entscheidung treffe ich vollkommen frei. Und so hat sich eben eine Ska-Punk-Version ergeben.
:Diese Musikrichtung höre ich das erste Mal von dir. Bahnt sich da ein Wandel an?
Tong:
Nein, von einem Wandel kann man nicht sprechen. Also stilistisch vielleicht nicht, aber qualitativ, finde ich. Auf dem neuen Equipment sammel ich von Projekt zu Projekt immer mehr Erfahrungen. Das ist einfach toll.
:Dein Equipment hattest du einmal als eine Art „Werkstatt“ beschrieben, die ziemlich komplett erneuert wurde. Der Bläsersatz in deiner Coverversion entstand wohl auch in dieser renovierten Werkstatt. Ich bin ja keine Expertin darin, aber wohl gerade deswegen hören sich Saxophon, Trompete und Posaune an wie von Menschen gespielt. Ist das auch deinem neuen Equipment zu verdanken?
Tong:
Im Sound allemal, ja. Aber ich musste auch das Arrangement explizit vermenschlichen. Kein Saxophonist hält seinen Ton wie bei einer Orgel über vier Takte und wechselt sofort zum nächsten Ton, den er weitere vier Takte hält. Ich musste also im gesamten Arrangement der drei Blasinstrumente „Atempausen“ simulieren. In der Realität wird es vermutlich auch selten vorkommen, dass alle drei Instrumente in jeder Passage exakt zum selben Zeitpunkt ihren Ton abschließen. Auch das habe ich simuliert. Es kann also auch bei professionellstem Equipment passieren, dass ein Bläsersatz immer noch höchst synthetisch klingt. Ich meine, er ist ja auch synthetisch (lacht), aber es gibt Wege, ihn authentischer klingen zu lassen. Das gilt für alle akustischen Instrumente.
:Dann stell dir mal vor, du würdest einmal ein Orchester auf diese Weise arrangieren.
Tong:
Die Versuche gibt es bereits (lacht laut), aber am Ende hört sich das Orchester jedes Mal wie mit einem Keyboard gespielt an. Aber auch vielleicht, weil ich mich damit nicht intensiv genug befasst habe. Gerade bei Blas- oder Streichinstrumenten sind die Musiker ja in der Lage, die Intensität des Anschlags innerhalb eines einzelnen Tones zu variieren. Musikprogramme können diese Spielart zwar auch simulieren, aber es benötigt sehr viel filigrane Arbeit und interdisziplinäre Erfahrung. Für eine Begleitung mit Strings bei meinen eher rock- oder balladenlastigen Coversongs haben die leider nicht ganz authentischen Streichersätze bisher immer gereicht (lacht).
:Warum ist es diesmal überhaupt Das Leben ist schön geworden?
Tong:
Ich saß im Kino und habe mir den Film Paddington in Peru angeschaut, als der Song von LEA am Ende des Films lief. Ich war sofort verliebt, weil das Lied wirklich so schön von LEA vorgetragen wird und sich perfekt in den Fluss des Films einfügt, finde ich.
:Wann setzt der Song denn im Film ein?
Tong:
Direkt nach der letzten Szene mit dem Happy End, wenn ich mich richtig erinnere. Ich hatte ja mal vor einiger Zeit beschrieben – ich glaube, das war in einem der Bon-Iver-Songs – wie sich ein Kanal bei mir öffnet, sobald mir ein Song gefällt. Und dieser Kanal hat sich genau in dem Moment geöffnet, als ich im Kinosessel auf die Leinwand hochsah und der Abspann am Ende eines rührenden Films lief – von LEA begleitet. Ich schmelze jetzt gerade nochmal dahin….
:Hast du in diesem Moment dann beschlossen, diese Aufnahme zu machen?
Tong:
Ich würde eher sagen, dass ich durch diesen Moment auf die Idee kam. Wenn ich das Lied mit einem Wort beschreiben müsste, würde mir das einfallen: wohlgesonnen. Ich liebe diese lebensbejahende und leichte Art von LEA, die sie hier ganz liebenswert mit dem Publikum teilt. Wir sollten uns viel mehr ein Beispiel daran nehmen. Der Film lief 2024 in den Kinos. Erst jetzt kam es zur tatsächlichen Umsetzung, nachdem ich ganz selten und nur sporadisch über das Konzept nachgedacht habe. Dass ich eine Ska-Punk-Version daraus machen würde, stand von vornherein fest (lacht).
Translate page
Перекласти сторінку
Traducir página