You Learn

Original by Alanis Morissette

Recorded in October 2012 / June 2013



Perspective Magazine:
Es existieren zahlreiche Versionen des Songs — von Alanis Morissette selbst gesungen. Neben der Album-Version von You Learn eine Akustik-Version, die Version aus ihrem Unplugged-Konzert und sicher noch mehr. Hast du dich auch von diesen Versionen inspirieren lassen?

Tong:
Eine kleine Inspiration holte ich mir lediglich von der Unplugged-Version. Auf diesem Konzert singt Morissette in der zweiten Strophe I certainly, certainly, certainly do... Das habe ich nachgemacht.

Perspective Magazine:
Was verbindest du mit diesem Song?

Tong:
Mittlerweile besteht eine ganz starke Assoziation zwischen dieser Aufnahme und meiner Reise in die USA im Herbst letzten Jahres. Ich bin auf einer Konferenz über multimodale Mensch-Maschine-Interaktion in Santa Monica/Los Angeles gewesen und habe das Projekt You Learn in meinem Zimmer des DoubleTree-Hotels gestartet. Wegen der Zeitverschiebung war ich in den Nächten immer hellwach und habe am Laptop die ersten Sounds für dieses Lied erzeugt.

Perspective Magazine:
Aus welchem Grund bist du jetzt erst mit dem Song fertig geworden?

Tong:
Mir fehlte schlichtweg die Zeit, um die Gitarren- und Gesangsparts aufzunehmen. In Los Angeles hatte ich bereits den gesamten Track bis auf Gitarre und Gesang fertiggestellt. Und genau das meine ich — seit Oktober 2012 ist der Song immer wieder in den Vordergrund gerückt, so dass sich mittlerweile eine feste Verbindung zwischen meiner Coverversion von You Learn und der Zeit in Santa Monica aufgebaut hat.

Perspective Magazine:
Wie entstand die Idee zum Videoclip?

Tong:
Ich schaue mir hin und wieder an, was die Leute auf tumblr.com posten und bin auf die sogenannten Animated GIFs gestoßen. Es handelt sich bei diesem Grafik-Format um kurze Bildfolgen oder Videosequenzen, die sich tonlos unendlich oft wiederholen. Das Interessante dabei ist, dass man einer Szene besonders viel Aussagekraft verleihen kann, weil man sich auf das absolut Wesentliche in einer Situation beschränkt.

Perspective Magazine:
Nach welchen Kriterien hast du die Szenen für dein Video ausgewählt?

Tong:
Ich muss ehrlich gestehen, dass sich die Sequenzen fast zufällig ergeben hatten. Auch das Prinzip des Animated GIFs habe ich in den meisten Szenen nicht wirklich umgesetzt. Ich würde sagen, dass ich die Idee des Animated GIFs im Ansatz aufgegriffen habe, aber wenn man sich die Beispiele auf tumblr.com ansieht, dann merkt man schnell, dass viele "meiner" Animationen noch ziemlich weit von guten GiF-Animationen mit prägnanten Aussagen weg sind. Bei der Auswahl der Szenen für das Video stand jedenfalls die Idee im Vordergrund, tanzende Leute zu zeigen.

Perspective Magazine:
In einigen Stellen ist die Videospur synchron mit der Musik — deutlich beim Folkloretanz der Damen und Herren zu erkennen, weil sie augenscheinlich zum Beat des Songs klatschen. War das so beabsichtigt?

Tong:
Nein, das mit dem Folkloretanz hatte sich tatsächlich so ergeben. Mir ist es im Nachhinein erst aufgefallen und ich fand es eigentlich überhaupt nicht schön, hatte es aber so gelassen, weil die Video-Produktion bereits so weit fortgeschritten war. Einige Szenenwechsel habe ich aber bewusst so gelegt, dass sie zum Beat passen.

Perspective Magazine:
Kam dir die Idee zum Video auch schon in Los Angeles?

Tong:
Nein, vor zwei Wochen hatte ich das Animated GIF für mich entdeckt.


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